04Sep.

Neue Wege, vertraute Werte: Kontinuität als Fundament für Veränderung

Als die Dienstleistungen Albert Weil GmbH (DAW) im Sommer 2025 ihren neuen Standort in Beselich-Obertiefenbach bezog, stand das Unternehmen vor einer wichtigen Veränderung. Mit dem Umzug übernahm Marie Rohletter zum 1. September 2025 die operative Geschäftsführung und trat damit gemeinsam mit ihrem Bruder Benedikt Rohletter in die Leitung der 100-prozentigen Tochtergesellschaft der Bauunternehmung Albert Weil AG ein. Dass der Beginn von Marie Rohletters Engagement von Unternehmensübernahmen geprägt sein würde, war zu diesem Zeitpunkt durchaus nicht abzusehen.

„Nun, manchmal kommen die Dinge genau so, wie es passt“, sagt Marie Rohletter heute rückblickend bezüglich der Übernahme des Dienstleistungsunternehmens Eichhorn GmbH aus Hünstetten.

Sie blickt auf Monate zurück, die von Veränderung, vielen Entscheidungen und Wachstum geprägt sind. Entscheidungen, die sie nun mitgetroffen hat.

„Für mich beginnt gute Führung mit Haltung, Empathie und klarer Kommunikation – Werte, die für die gesamte AW-Gruppe gelten. Das ist ein guter Kompass für Entscheidungen.“

Auf sich allein gestellt ist sie dabei nicht. Die Familie ist eng im Austausch, die zweite Führungsebene wird bewusst eingebunden, und auch die Mitarbeitenden spielen bei wichtigen Entwicklungen eine zentrale Rolle.

Dass die Eichhorn GmbH schließlich Teil der DAW werden würde, war keineswegs selbstverständlich, denn als wir damals bezüglich einer potenziellen Unternehmensübernahme kontaktiert wurden, gab es mehrere potenzielle Kandidaten. Doch schnell kristallisierte sich heraus, dass nur eines der Unternehmen wirklich passte.

„Je mehr Informationen wir bekommen haben, desto klarer wurde, dass eigentlich nur die Eichhorn GmbH infrage kommt“, erläutert Marie Rohletter. Der entscheidende Eindruck entstand beim ersten persönlichen Treffen. „Man hat sofort gemerkt, dass hier niemand gerettet werden muss. Roland und Nicolai Eichhorn suchten eine Nachfolgelösung für ihr Unternehmen. Die Gespräche waren von Fairness, Ruhe und gegenseitigem Respekt geprägt. Das hat Vertrauen geschaffen.“

Für die DAW stand dabei nie die reine Größe im Vordergrund. Die Auslastung des Unternehmens war bereits vor der Übernahme hoch. Viel wichtiger war die Frage, ob die Menschen und die Strukturen zusammenpassen würden.

„Wir wussten, welches Team wir haben. Und wir wussten, dass wir uns auf dieses Team verlassen können und somit diese Übernahme dargestellt bekommen.“

Tatsächlich hatte die DAW bereits Erfahrungen mit der Integration von Unternehmen gesammelt. Die organisatorischen Strukturen waren vorhanden, die Prozesse bekannt. Dennoch bedeutete die Übernahme der Eichhorn GmbH mit rund 150 Mitarbeitenden eine neue Größenordnung.

Die größte Herausforderung bestand darin, gleichzeitig Sicherheit nach außen und Stabilität nach innen auszustrahlen, wie Marie Rohletter erläutert: „Für Kunden und Mitarbeitende mussten wir jederzeit Solidität vermitteln. Gleichzeitig liefen im Hintergrund unzählige organisatorische Prozesse. Oft gab es nicht die eine richtige Antwort. Deshalb war es wichtig, die äußeren Veränderungen voranzutreiben und gleichzeitig den Blick für die Menschen im Unternehmen nicht zu verlieren. Und natürlich die Qualität unseres Serviceprodukts sicherzustellen.“

Besonders beeindruckt hat Marie Rohletter dabei die Bereitschaft der Mitarbeitenden, Verantwortung zu übernehmen: „Das Team hat mit angepackt. Viele haben sich weit über das normale Maß hinaus eingebracht, um die Integration und den Umzug erfolgreich zu gestalten.“

Auch auf Kundenseite spielte Vertrauen eine zentrale Rolle. Gerade bei einem Familienunternehmen wie Eichhorn waren die persönlichen Beziehungen über Jahrzehnte gewachsen.

„Mir war schnell klar, dass ich das persönliche Verhältnis, das Roland Eichhorn zu vielen Kunden aufgebaut hatte, nicht eins zu eins ersetzen kann“, so Marie Rohletter. Deshalb setzte die DAW gemeinsam mit Roland und Nicolai Eichhorn auf direkte Kommunikation. Viele Kunden wurden gemeinsam besucht, Fragen offen beantwortet und die zukünftige Ausrichtung erläutert.

„Das war wichtig, denn die Kunden haben verstanden, dass dieser Schritt der ausdrückliche Wunsch der Familie Eichhorn war. Das hat vieles einfacher gemacht.“

Durch die Integration der Eichhorn GmbH beschäftigt die DAW heute mehr als 330 Mitarbeitende. Und eine weitere Übernahme ist auch schon in trockenen Tüchern: Mit der Übernahme des Hausmeisterdienstleisters Kopka & Gramann GbR aus Idstein werden ab Juli dieses Jahres weitere ca. 20 Mitarbeitende ins Unternehmen integriert, die Gebäudeservices für Hausverwaltungsunternehmen erbringen werden.

 Bei all diesen Neuerungen soll sich an einem Grundprinzip nichts ändern, so Marie Rohletter: „Wir geben die Richtung vor, doch unsere Mitarbeitenden bringen die Leistung auf die Straße. Mit ihrem Engagement sorgen sie täglich für zufriedene Kunden.“

Deshalb setzt die DAW bewusst auf kurze Wege und flache Hierarchien: „Auch wenn ich manche Mitarbeitenden nicht regelmäßig sehe: Wenn jemand ein wichtiges Anliegen hat, sind wir, bin ich, erreichbar. Für gute Ideen, Fragen oder Herausforderungen gibt es bei uns immer ein offenes Ohr.“

Für Marie Rohletter ist klar, dass sich der Erfolg einer Unternehmensübernahme nicht allein an Kennzahlen messen lassen wird: „Natürlich möchten wir Kunden halten, neue gewinnen und weiter wachsen. Aber wirklich gelungen ist die Integration nur dann, wenn wir in einigen Jahren die Familie Eichhorn treffen und Roland Eichhorn sagt: ‚Es war die richtige Entscheidung damals.‘ Und genau dasselbe gilt für das Unternehmen Kopka & Gramann.“

Bei aller Veränderung bleibt für die DAW ein Gedanke zentral: Unternehmensübernahmen sind kein Selbstzweck. Sie sollen Chancen schaffen – für Kunden, für die Region und vor allem für die Menschen im Unternehmen, die täglich ihren Beitrag zum Erfolg leisten. Es ist die Aufgabe der Unternehmensleitung, klar zu kommunizieren, dass die Übernahme eines Unternehmens keine Gefahr bedeutet, sondern die Chance, Arbeitsplätze zu sichern, intern neue Jobs anzubieten und dem Einzelnen die Möglichkeit zu geben, sich weiter zu entwickeln. Maries Vater Klaus Rohletter, der Vorstandsvorsitzende der Albert Weil AG, formuliert es schon seit langer Zeit so: „Die AW-Gruppe ist ein Chancenpool!“

Und genau darin liegt der Anspruch der DAW unter der Führung von Marie Rohletter: „Wir wollen Wachstum nicht als Bedrohung verstehen, sondern als Gelegenheit, Zukunft gemeinsam zu gestalten.“

10.06.2026, Beselich:
Unternehmenskomunikation DAW
Dienstleistungen Albert Weil GmbH

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